Slacklining
Beim Slacklinen wird auf einem etwa 2,5 cm breiten Schlauchband, das ursprünglich beim Klettersport Verwendung fand, oder auf einem Flachband von 2,5 bis 5 cm Breite, balanciert. Dieses Band wird normalerweise in 1 bis 1,5 Metern Höhe zwischen zwei Bäumen, Straßenlampen oder Ähnlichem befestigt, wobei die Spannung je nach Untergrund und Höhe variiert.
Slackline bedeutet „schlaffes Band“. Wenn man darauf balanciert, gibt das Band nach und es entstehen Schwingungen, die man mit Bewegungen des Körpers ausgleichen muss. Im Gegensatz zum Seiltanz, bei dem ein Straffseil verwendet wird, gleicht man die Ausscherbewegungen nicht mit dem Oberkörper aus, sondern mit den Beinen. Viele Anfänger denken, dass sie diesen Sport nie richtig erlernen können. Die schnellen Reaktionen auf die Bewegungen der Slackline werden nämlich erst durch die Lockerheit des eigenen Körpers ermöglicht. Nachdem einige Stunden unter entsprechender Anleitung trainiert wurde, erkennt man jedoch sofort deutliche Fortschritte und es können die ersten Tricks geübt werden.
Da es den gesamten Muskelapparat trainiert, ist der sportliche Aspekt nicht zu unterschätzen. Auch als Ausgleich oder Ergänzung für Sportler verschiedener Bereiche, zum Beispiel Skifahren, Snowboarden, Inlineskaten, Mountainbiken, Reiten oder Klettern, ist Slacklining sinnvoll. Denn dabei werden Beweglichkeit, Gleichgewicht, Körpergefühl, Durchhaltevermögen und Konzentration geschult. Für den Freizeitsport ist es ebenfalls geeignet, wobei Reaktionsvermögen, Körperbeherrschung und vor allem Geduld vorausgesetzt wird.
Der Yosemite-Nationalpark in den USA gehört zu den Lieblingslocations der Slackliner. In Deutschland ist dieser Sport zwar noch ziemlich unbekannt, gewinnt aber zunehmend anPopularität.





