Kiteskiing

Beim Kiteskiing, auch Snowkiten genannt, steht man auf einem Snowboard und wird von einem Lenkdrachen, der bis zu 12 m² groß sein kann, über den Schnee gezogen. Ab einer Windgeschwindigkeit von 7 km/h bzw. 12 km/h im Tiefschnee ist diese Sportart möglich.

Schon vor tausenden von Jahren haben die Chinesen die ersten Drachen gebaut. Jedoch wurden sie erst lenkbar nachdem George Pocock 1826 das 2-Leinen System erfunden hatte. Als man feststellte, dass eine größere Kraft entsteht, wenn der Drache größer ist, gab es erst in den 80er Jahren einige Versuche diese zu nutzen. Fahrzeuge, wie zum Beispiel Kanus, Wasserski, Alpinski, Schlittschuhe, oder Rollerskates, wurden auf Land, Wasser, Schnee bzw. Eis vom Drachen gezogen, was nicht immer erfolgreich war. Kurz darauf überquerten in den USA einige Skifahrer eine zugefrorene Bucht mit Hilfe eines Fallschirms. Das Kiteskiing war geboren und wurde im mittleren Westen und an der Ostküste der USA sehr beliebt. Man führte diesen Sport auf zugefrorenen Seen, Feldern und Gletschern aus, wobei Lee Seedwick einer der ersten bekannten Kiteskifahrer wurde.

Stetige Weiterentwicklung

Seitdem wurden die „Traction-Kites“ technisch immer weiter entwickelt, bis Steve Shapson die so genannten „Foil-Kites“ mit zwei Griffen baute. Dadurch konnte man den Drachen einfacher lenken. Kiteskiing wurde außerdem von Shapson nach Deutschland, Polen, Finnland und in die Schweiz gebracht. Erst in Europa entstand der Begriff „Snowkiting“. Der Vorteil beim Kiteskiing ist, dass man bei Wind aus der richtigen Richtung auch bergauf fahren kann. So muss man nicht lange am Lift warten.